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Prüm - eine geschichtsträchtige Stadt

Im Jahre 721 gründete die fränkische Edle Bertrada von Mürlenbach auf ihren Besitzungen im Prümtal ein Kloster mit Mönchen aus Echternach. 752 schenkte König Pipin, der eine Enkelin Bertradas geheiratet hatte, dem Kloster eine der berühmtesten Reliquien seiner Zeit, die Reliquie der Sandalen Christi. Diese hatte er von Papst Zacharias erhalten. Jedes Jahr zur Prümer Kirmes im August wird der Sandalenschrein für die Gläubigen geöffnet. Prüm wurde das Lieblings- und Hauskloster der Karolinger, und die “Salvatorkirche” wurde auf Grund der geschenkten Reichtümer bald als ”Goldene Kirche” bekannt. Bei Ihrer Konsekration im Jahre 799 sollen Kaiser Karl der Grosse und Papst Leo III. anwesend gewesen sein.
Die Schätze lockten die Normannen an, die Kirche und Kloster in den Jahren 882 und 892 plünderten. Nach dem Wiederaufbau unter Abt Regino erlebte das Kloster Prüm seine Blütezeit, und der Besitz wurde weiter ausgebaut. Zahlreiche Handschriften und Buchmalereien aus der Klosterschreibstube sind heute noch gut erhalten.  Sogar ein Kaiser trat  im Jahre 855 als Mönch in das Prümer Kloster ein und verlebte dort seine letzten Tage. Das Grab Kaiser Lothars befindet sich heute rechts vor dem Hochaltar der Basilika
1220 bildete sich aus dem Kloster das selbständige Fürstentum Prüm. 1576 wurde dieses dem Kurstaat Trier einverleibt. Unter der Verwaltung des Kurfürsten und Erzbischofs von Trier erneuerte der Hofarchitekt Johann Georg Judas die romanische Klosterkirche und versah sie von 1721 - 1730 mit einer Barockfassade. Der Hofbaumeister Johannes Seitz baute von 1748 - 1765 nach den Plänen von Balthasar Neumann ein neues Abteigebäude.
Im Jahre 1794 flohen die Mönche vor den französischen Revolutionstruppen über den Rhein, konnten jedoch im Jahre 1795 wieder zurückkehren. Im Jahre 1802 wurde das Kloster Prüm säkularisiert.Die Klosterkirche wurde Pfarrkirche. 1950 wurde sie durch päpstlichen Erlass zur “Basilika minor” erhoben.
1802 wurde Prüm Hauptort eines französischen Arrondissements und 1816 Preussische Kreisstadt Bis zur Verwaltungsreform im Jahre 1972  war Prüm Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
1949 wurde die gerade wieder aufgebaute Kreisstadt durch die Explosion eines Munitionsdepots auf dem Kalvarienberg zum größten Teil wieder zerstört.

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