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 Prüm - Stadt des Rheinland-Pfalz-Tages 2011 vom 27.- 29. Mai 2011

Heimatmuseum Prüm

Öffnungszeiten ab 01. Juni 2010
Mittwoch, Samstag und Sonntag
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Das Prümer Museum auf einer Fläche von 1.200 qm gehört zu den größeren Museen der Eifel, wenn es auch nur über das Werden einer Kleinstadt berichtet, die allerdings mit den Verbindungen der ehemaligen Benediktinerabtei weit nach Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden reichte und manches Kulturgut aus diesen Räumen aufbewahrt.
Eine bedeutende Rolle spielt die Abtei in der Geschichte Lothringens und im Deutschen Reich, als Prüm freie Reichsabtei und Sitz eines Fürstentums war, das allerdings im Spätmittelalter von seinem Nachbarn, dem Kurfürstentum annektiert und zu einem Oberamt degradiert wurde. Das ist ein Kapitel des Museums, den größten Teil macht die allgemeine Entwicklung der Stadt aus, das Wachsen des Handwerks von den ersten primitiven Anfängen bis zu den frühen industriellen Belegen. Manche interessante, wenn auch kleine, kostbare Belege verfolgen diesen Weg. Neben dem Handwerk gibt es auch zahlreiche Belege von Dienstleistungen in der Vergangenheit, wie Schule, Verkehr, Post u. a.

Zurzeit sind die Sonderausstellungen

  • “Prüm früher – Prüm heute” eine Bilderreise in die Vergangenheit
  • “Gestalten des Prümer Landes – von Bertrada bis in unsere Zeit”
  • “50 Jahre Barbie – wie aus der Lilli die Barbie wurde”

zu sehen.
Die Sonderausstellungen wechseln mehrmals im Jahr. Eine ständige Sonderschau ist die reiche Abteilung der weit über hundert Jahre alten Puppen weltbekannter Firmen. Eine Taken- und Eisenplattensammlung im Konvikt – Haus der Kultur- ergänzt den Bestand des Museums.

Adresse: Tiergartenstraße 54 (Seiteneingang ), 54595 Prüm.
Infos bei der Tourist-Information Prümer Land; Tel.: 06551/505 oder 06551/9430

Ein Museumsbesuch lohnt sich immer

Das erste Prümer Museum - eröffnet 1929 - ist im 2. Weltkrieg verloren gegangen. Wieder eröffnet wurde es 1973; in die jetzigen Räume, einem Teil des ehemaligen Krankenhauses, kam es 1988.

In der Eingangshalle findet man etliches, das mit Eisen bzw. Eisengut zu tun hat: Taken-, Ofen- und Kaminplatten, eine Glocke von 1746, Eisenträger des 19. Jahrhunderts, außerdem eine Druckmaschine, eine Schrotmühle, eine Kirchturmuhr von 1826 und ein Modell des Bahnhofs Prüm 1916.

Im Flur wird versucht, die Geschichte der klösterlichen Einrichtungen - Abtei Prüm, Stift Prüm und Abtei Niederprüm - deutlich zu machen. Eine Setzmaschine von 1901 und Schreibmaterial aus vergangenen Zeiten leiten über zu den Prümer Zeitungen. Ein Raum ist Wechselausstellungen vorbehalten, ein anderer birgt eine "Dorfkneipe", wieder ein anderer die kleine Museumsbibliothek. Im Treppenhaus wird die Geschichte des Prümer Landes in Karten, Bildern und Texten von der Frühzeit bis in unsere Tage aufgezeichnet.

Die 1. Etage führt in die Welt der Kinder und lässt manche Erinnerung wieder wach werden: Spielzeug, vor allem Puppen aus Holz, Papiermache, Porzellan, Biskuit, Stoff, Zelluloid und Venyl, vor allem aus dem Puppenland Thüringen und aus bekannten französischen Firmen, Hinzu kommen Souvenirpuppen aus allen Teilen der Erde, Puppenwagen, Teddys, Steifftiere, Puppenstuben und -läden, verschiedene Puppentheater und allerlei Bubenspielzeug.

Im Flur sind Kinder- und Jugendbücher zu finden, Schaukelpferde und Roller.

Ein Raum zeitgt alte Sportgeräte, ein anderer die Klosterschreibstube mit Fotos von Buchmalereien aus acht Prümer Codices, die heute in Madrid, Paris, Rom, Manchester, Berlin, Koblenz und Trier aufbewahrt werden.

Die 2. Etage beginnt mit Hutmacherei, Kürschnerei, alten Türen, Herden und Öfen sowie einer Kinderwagensammlung. Im kirchlichen raum befinden sich Grabkreuze, Altäre, Kirchenbänke, (1700), Messgewänder u. a. Der Flur führt in die Wohnwelt - vom 18. Jahrhundert bis in die 50er Jahre: Schlafraum um 1780, Wohnraum aus der Emirezeit um 1800, der Gründerjahre um 1870, aus der Jugendstilzeit um 1900, Küche um 1900, Wohnraum der 20er Jahre, Radios der 20er Jahre bis etwa 1960. Alles was zum Kaffeetrinken gehört seit der Frühzeit, vervollständigt das Bild.

Die 3. Etage, die sich über das ganze Haus erstreckt, zeigt Beispiele aus der Landwirtschaft und dem Handwerk (Schreinerei, Drechslerei, Schmiede, Töpferei, Färberei, Schürmacherei, Gerberei, Weberei, Stellmacherei, Ziegelei, Imkerei, Sattlerei).

Hinzu kommen Dienstleistungsbetriebe (Tante Emma-Laden, Marktstand, Apotheke, Eisenbahn, Post, Schule, Bäder, Barbier bis hin zur Feuerwehr), außerdem bäuerliche Küche und ein Wohnraum, Waschküche, Butter- und Käsezubereitung, ein Raum mit kirchlicher Volkskunde (u. a. Geschichte des Heiligenbildes) und ein Erinnerungsraum an das ehemalige Krankenhaus.

Bericht und Fotos: Jakob Weinand, Eifelverein Prüm

Eindrücke

Landwirtschaft

Milchverarbeitung

Puppenstube

Waschküche

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